SAD und Winterdepressionen

SAD und Winterdepressionen

Wer die Philosophie des TherMedius -Institutes bereits kennt, der weiß, dass wir die Hypnose nicht nach dem Motto "Wer nur einen Hammer hat, der behandelt alle Probleme so als seien sie Nägel" einsetzen, sondern dass es für uns von großer Wichtigkeit ist, die Hypnose in einen medizinisch und therapeutisch stimmigen Gesamtzusammenhang einzubetten.

Hierzu gehört auch ein "Blick über den Tellerrand" und die Beschäftigung mit Themengebieten, die nicht unbedingt direkt mit der Hypnose zu tun haben, wohl aber von praktischer Bedeutung für Anwender der Hypnose / Hypnosetherapie sein können.

Hin und wieder wenden sich Klienten mit Themen an Hypnotiseure / Hypnosetherapeuten, die im Grunde gar nicht auf der psychischen / klassisch unterbewussten Ebene zu finden sind. Diese Klienten wissen oft nicht, was tatsächlich ihr Problem ist, finden es auch über Recherchen im Internet nicht heraus und oftmals konnten auch Ärzte, die sie bereits konsultiert hatten ihnen nicht weiterhelfen. Ihr Fazit ist dann häufig "Das muss etwas unterbewusstes sein - damit wende ich mich an einen Hypnotiseur!".

Eine wichtige Aufgabe für einen Hypnotiseur / Hypnosetherapeuten ist es nun, herauszufiltern, welche Behandlungsthemen tatsächlich ein Fall für die Hypnose sind und welche Themen besser auf andere Weise gelöst werden könnten / sollten bzw. welche Themen auf einer Ebene gelagert sind, bei denen die Hypnose nicht oder zu wenig greift, um eine Behandlung ruhigen Gewissens durchzuführen.

Ein Klassiker auf diesem Gebiet sind Saisonal abhängige Depressionen (SAD) - im Deutschsprachigen Raum auch als Winterdepressionen oder Winterblues bekannt - bzw. allgemein Störungen im zirkidianden Rhythmus. Denn was viele nicht wissen: SAD können durchaus auch ganzjährig vorkommen und werden deshalb umso leichter übersehen oder verwechselt.

Symptome von SAD / zirkidianen Rhythmusstörungen

  • Schlafstörungen (jeglicher Art - also übermäßiges Schlafverlangen, Ein- und Durchschlafstörungen, Früherwachen, Schlaf ohne Erholungswert)

  • Antriebs- und Stimmungsminderung

  • Gefühls- und Denkhemmung (immer müde, kann oft keinen klaren Gedanken fassen)

  • Mangelnde Kreativität (aufgrund der eingeschränkten Konzentrationsfähigkeit)

  • Konzentrationsstörungen

  • Essstörungen (Hungerattacken, Verlangen nach Süßem - dadurch häufig Gewichtszunahme; aber auch Appetitlosigkeit, Abmagern)

  • Störungen im Verhalten (allgemeine Verhaltensauffälligkeiten, oft auch "Veränderungen der Persönlichkeit")

  • Angstzustände (Panikattacken, Entwicklung von Phobien)

  • Zwangsstörungen

  • Starke körperliche Beschwerden "ohne organische Ursache" (psychosomatische Störungen / somatoforme Störungen)

  • Trübsinnigkeit / Hoffnungslosigkeit

  • Verändertes Verlangen nach Sexualität (Minderung bis hin zum völligen Ausbleiben des sexuellen Verlangens)

  • Gedächtnisstörungen (Vergesslichkeit, Erinnerungslücken, "Schludrigkeit")

  • Mangelnde Einsichtsfähigkeit (häufig leidet auch die Empathie)

  • Energielosigkeit

  • Erhöhte Reizbarkeit (wird der Betroffene von anderen "Angetrieben" oder gerät er unter Stress, äußert sich der Stress häufig in Form von Aggressionen / Wut / Übellaunigkeit)

  • In starken Fällen sogar Selbstmordgedanken, bzw. -stimmung

  • Sozialen Spannungen und Konflikten im Privat- und Berufsleben aufgrund der o.g. Symptome (Partnerschaftsprobleme, Probleme im Beruflichen Umfeld, Probleme im familiären / freundschaftlichen Umfeld)

Schauen Sie sich die Liste einmal in Ruhe durch und denken Sie einmal darüber nach, wie viel Konstellationen sich daraus ergeben könnten, wegen derer sich Klienten regelmäßig zu Hypnotiseuren bzw. generell in Therapie begeben...

Sie werden sicherlich feststellen, dass SAD / Winterdepressionen / störungen im zirkadianen Rhythmus häufig sehr eng an klassischen hypnotischen Behandlungsthemen liegen und deshalb durchaus Einfluss auf die hypnotische Behandlung haben können. Sollte die Hypnose bei einem solchen Behandlungsthema nicht wie gewünscht anschlagen, lohnt es sich also, die Alternative bzw. Ergänzung Lichttherapie einmal in Betracht zu ziehen, da diese ggf. das "fehlende Puzzlestück" bringen könnte, das Ihre Behandlung letztenendes doch zum Erfolg führen könnte.

Wie erkenne ich ob ein Klient betroffen ist?

Zur Diagnose der SAD gibt es offizielle (aber wie gleich im Anschluss erläutert nicht uneingeschränkt sinnvolle) Richtlinien.

Erfüllt sein müssen folgende Kriterien:

- Auftreten der Symptome im Herbst zwischen Anfang September und Ende November
- Nachlassen oder Verschwinden der Symptome zwischen Mitte Februar und Mitte April
- Auftreten solcher depressiver Episoden in drei Kalenderjahren, wobei mindestens zwei dieser drei Jahre aufeinander folgten

Diese Kriterien sind aber sehr schwammig bzw. im Zweifel unzureichend, da sie folgende Aspekte nicht berücksichtigen:

- Bei manchen Klienten erstrecken sich die SAD nachweislich nicht nur über die Monate Dezember bis August; die Phase des Lichtmangels kann kürzer oder länger sein
- Bei manchen Klienten erstreckt sich die Problematik über das ganze Jahr (da bei vielen Menschen wie bsw. Büroangestellten auch im Sommer keine ausreichende Lichtversorgung gewährleistet ist)
- Gerade das Diagnosekriterium "Nachlassen der Symptome zwischen Februar und Mitte April" ist daher mit großer Vorsicht zu genießen.
Je nach Jahr, Wettersituation und persönlicher Konstitution können hier immense Abweichungen vorkommen
- Die Voraussetzung "Auftreten depressiver Episoden in drei Kalenderjahen, davon mindestens zwei aufeinanderfolgend" ist ebenfalls sehr schwammig, da die Situation stark von den Lebensumständen des Klienten, der Wettersituation und der Ausprägung ansich abhängt.

Um einen Verdacht auf Winterdepressionen / SAD / Störungen im Zirkidianen Rhythmus festzustellen, kann es also sinnvoller sein, sich an folgenden Aspekten zu orientieren:

  • Treffen eines oder mehrere der oben genannten SAD-Symptome zu?

  • Hat der Klient in der Zeit, in der die Symptome aufzutreten begannen eine Veränderung vorgenommen, die in irgeneiner Form mit der Aufnahme von Licht zu tun haben könnte (Berufs- / Bürowechsel, Umzug, Umbau, kein Hund mehr, weniger Sport im Freien, Augenprobleme)

  • Weiß der Klient vielleicht, dass "Düsteres Wetter ihm zu schaffen macht?"

  • Hat der Klient allgemein Probleme mit dem Schlaf- / Wachrhythmus?

  • Ist der Kliente sehr lichtempfindlich / schnell geblendet? (kann auch ein Hinweis für Lichtmangel sein)

  • Ist der Klient besonders "abhängig" von stimulierenden Stoffen (Koffein, Nikotin)? - Kann auch ein Hinweis auf mangelnde Energie durch zu geringe Lichtaufnahme sein?

  • Ist der Klient "Südländer" - also ein eher dunkelhaariger, gebräunter Typ, der in einer Wetterzone lebt, die seine Phänotyp eigentlich nicht entspricht? - Dieser Faktor ist noch nicht ausreichend belegt, aber viele Therapeuten haben beobachtet, dass Menschen, die vom Aussehen her eher dem Typ "Südländer" entsprechen (also als jemand, der in einem Land lebt, in dem es häufig warm ist und oft die Sonne scheint) stärker unter Lichtmangel leiden als "nordische Typen" (helle Haut, helle Haare). Allerdings sollten aufgrund des Aussehens des Klienten niemals voreilige Schlüsse gezogen werden, da es letztenendes nicht zuverlässig genug ist. Es sollte lediglich als Hinweis mit in Überlegungen einbezogen werden.

Aber bei all diesen Überlegungen und Einschätzungen gibt es eine einfache Methode, Sicherheit zu gewinnen: Den Test ob eine Lichttherapie anschlägt.

Vorteil: Einfache Probe aufs Example

Das Vorteil bei der Arbeit mit SAD / Winterdepressionen / lichtbedingten Störungen im Zirkidianen Rhythmus ist, dass sie häufig sehr gut und schnell auf Lichttherapie reagieren.

Bei Einsatz eines Lichttherapiegerätes lassen sich i.d.R. innerhalb von 7-14 Tagen, oft aber schon bei den ersten Anwendungen Veränderungen im Befinden des Klienten beobachten.

Achtung: Hypnostiseure sind selbst gefährdet!

Als Hypnotiseur oder anderer therapeutisch arbeitender Mensch sollten Sie auch ihren eigenen zirkidianen Rhythmus überprüfen: Gerade Hypnotiseure oder Therapeuten, die vollzeit in ihrer Praxis arbeiten, verbringen häufig viel Zeit in "gemütlicher", d.h. abgedunkelter Atmosphäre, lassen im Sommer eher mal die Jalousien herunter (da die Klienten ja nicht im gleisenden Sonnenlicht in Trance gehen möchten oder während intensiver emotionaler Prozesse zu sehr "angeleuchtet" werden sollen) und haben an ihrem Arbeitsplatz daher häufig eher schwache Lichtverhältnisse.

Dies kann natürlich zu einer Unterversorgung mit Licht und damit zu Störungen im zirkidianen Rhythmus sowie zum auftreten oben genannter Symptome, die für eine Störung des zirkidianen Rhythmus typisch sind führen.

Auch für Hypnotiseure kann der Einsatz eines Lichttherapiegerätes also erwägenswert sein.

Lichttherapiegeräte zur Behandlung von SAD

Es gibt eine ganze Reihe von Lichttherapiegeräten am Markt, die zur Behandlung von SAD / Winterdepressionen / lichtbedingten Störungen im zirkidianen Rhythmus geeignet sind. Davon schneiden einige besser, andere schlechter in Tests ab. Dennoch ist es oft schwer einzuschätzen, welche Aussagekraft diese Tests nun haben bzw. wie bspw. der Preis eines Gerätes in Relation zu seiner Qualität steht.

Da wir häufig gefragt werden, mit welchen Geräten wir selbst bzw. unsere Klienten gute Erfahrungen gemacht haben, möchten wir hier zwei Geräte vorstellen, die besonders positiv aufgefallen sind und die auch sehr weit verbreitet sind.

Selbstverständlich können auch Geräte anderer Hersteller geeignet sein, hierzu liegen uns allerdings noch zu wenig Erfahrungswerte vor, um eine aufrichtige Empfehlung aussprechen zu können (falls Hersteller Testgeräte zur Verfügung stellen möchten, setzen wir diese gerne ein).

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