Hypnose richtig präsentieren - mystisch oder "bier

Hypnose richtig präsentieren

EineThema, das immer wieder unter Hypnotiseuren und Hypnosetherapeuten diskutiert wird ist die Frage, wie man die Hypnose gegenüber seinen Klienten und in seinem Marketing am besten präsentieren sollte - wie man seine Arbeit also gegenüber Außenstehenden darstellt und erklärt.

Die Hypnose ist ein sehr vielschichtiges Verfahren mit einer Vielzahl von Möglichkeiten und trotz ihrer wissenschaftlichen Erforschung im Rahmen der modernen Hypnose-Forschung haftet ihr bisweilen noch immer etwas mysteriöses an.

Therapeuten fragen sich deshalb desöfteren, wie sie die Hypnose präsentieren sollen, damit sie "richtig rüberkommt" und sowohl Missverständnisse als auch das Entstehen von Ängsten bei potenziellen Klienten vermieden werden.

Aber wie positioniert man sich dabei am besten?

Sollte man mehr darauf achten, zu betonen, dass es sich bei der Hypnose um ein ernsthaftes, psychotherapeutisch voll anerkanntes Therapieverfahren handelt oder kann bzw. sollte man mit dem "Mythos Hypnose" vielleicht sogar ein wenig spielen und durchaus den ein oder anderen "mystischen Aspekt" mit einbeziehen?

Sollte man Klienten gegenüber gleich von Beginn an in aller Deutlichkeit klarstellen, dass die Hypnose ein ganz normal erlernbares Therapieverfahren ist und dass im Grunde jeder intelligente Mensch eine Hypnose-Ausbildung besuchen und die Hypnose erlernen kann oder sollte man den Klienten im Zweifel auch einmal im (von ihm selbst mitgebrachten) Glauben lassen, der Hypnotiseur verfüge über besondere Fähigkeiten und Kräfte, die ihn vom "Normalbürger" unterscheiden und damit den psychologisch durchaus positiv zu wertenden Effekt einer positiven Erwartungshaltung nutzen, die letztenendes ja vor allem dem Klienten zu gute kommt.

Kann eine allzu auf Seriosität bedachte Außendarstellung wertvolle Positivhaltungen des Klienten gegenüber der Hypnose zerstören, weil sie ihn vielleicht desillusioniert und der Hypnose in seinen Augen ein Stück weit "die Magie" nimmt oder schreckt eine zu mystische Darstellung hypnotischer Vorgehensweisen die Klienten ab?

Als Therapeut muss man in dieser Hinsicht eine Entscheidung treffen. Und diese Entscheidung sollte natürlich so gestaltet sein, dass einerseits ein seriöses Auftreten gewährleistet ist und andererseits die Klienten weder abgeschreckt noch aufgrund übertriebener Verharmlosung desillusioniert werden.

Gleich vorweg gesagt: Es gibt keine Musterlösung, die immer und für jeden Therapeuten gleichermaßen passt.
Wir möchten in diesem Artikel aber einmal Pro und Contras und mögliche Optionen einer Außendarstellung als Hypnotiseur / Hypnosetherapeut besprechen und mögliche Wege aufzeigen, wie Sie die Hypnose bzw. Hypnosetherapie in Ihrem Marketing und gegenüber Ihren Klienten vertreten können und dabei einerseits Chancen aufgrund der Erwartungshaltung Ihrer Klienten nutzen bzw. nicht in Konflikt mit der Erwartungshaltung Ihrer Klienten geraten und andererseits die Seriosität als therapeutischer Behandler wahren können.

Der beste Weg ist noch immer, einen eigenen Stil zu finden, mit dem einerseits der Therapeut und andereseits sein Umfeld am besten Umgehen kann. Vielleicht finden Sie im Folgenden ja auch den ein oder anderen Impuls, der Ihnen dabei hilft, Ihre hypnotische Tätigkeit in für Sie best möglich geeigneter Form nach außen hin zu transportieren.

Aufklärung gegen Angst vor Hypnose

Zuerst wird ein Behandler, der mit Hypnose arbeitet vermutlich darüber nachdenken, wie er potenziellen Klienten die Angst vor der Hypnose nehmen kann. Noch immer hört man ab und an von Laien "Hypnotisieren würde ich mich nicht lassen - da kann mir doch der Hypnotiseur seinen Willen aufzwängen oder mich ausfragen...".

Das Bild der Hypnose ist bei vielen Nicht-Hypnotiseuren noch immer von Spielfilmen oder reißerischen Show-Hypnose-Demonstrationen im Fernsehen geprägt. Dass die therapeutische Hypnose stark davon unterscheidet und diese klischeehaften Machtfaktoren, die der Hypnose bisweilen zugeschrieben werden im therapeutischen Alltag praktisch nicht vorkommen, weiß zwar der Therapeut, aber der Laie nicht.

Schritt 1 der Öffentlichkeitsarbeit ist also zumeist, klarzustellen, dass es sich bei der Hypnose, die man anbietet um seriöse Hypnose handelt, bei der der Klient nicht befürchten muss, dass etwas gegen seinen Willen geschieht oder er in peinliche Situationen gebracht wird (wovon man ja bei einer therapeutischen Arbeit ohnehin ausgehen sollte). Der Therapeut kann dies auf seiner Website, seinen Flyern und selbstverständlich auch im direkten Gespräch mit den Klienten anführen und so Sicherheit vermitteln, die eventuelle innere Widerstände abbaut und den Klienten dabei hilft, die Hypnosebehandlung anzunehmen.

Es ist vermutlich Ratsam, einen Hinweis wie "Therapeutische Hypnose" oder "Keine Showhypnose" ins Marketing zu integrieren, da sehr viele Klienten u.a. auch aufgrund der häufigen Warnungen vor Scharlatanen im Internet sehr darauf achtet, nicht in falsche Hände zu geraten und eine entsprechende Klarstellung dabei helfen kann, dass diese Klienten bei der Auswahl einer geeigneten Hypnose-Praxis Ihre Praxis überhaupt in die engere Wahl nehmen.

Ebenso ist ein Hinweis auf eine seriöse, therapeutisch fundierte Arbeit mit der Hypnose natürlich von Bedeutung, wenn Sie auch Kontakte zu anderen Behandlern aufbauen möchten. Ärzte, Heilpraktiker und auch andere Therapeuten würden ihre Klienten eher nicht an jemanden weiterempfehlen, von dessen Seriosität sie nicht überzeugt sind.

Dennoch sollten Sie psychologische Marketing-Überlegungen in die Frage, wen Sie mit Ihrem Marketing ansprechen möchten mit einbeziehen:

  • Ist ein Klient, der per se Angst vor der Hypnose hat überhaupt von Ihr zu überzeugen, auch wenn der Therapeut seine Seriosität und die therapeutische Fundiertheit seiner Angebote beteuert?

  • Ab welchem Angstgrad (also ab welcher Intensität der Angst vor der Hypnose) kann ein Klient durch ein seriöses Auftreten davon überzeugt werden, dass er es doch einmal mit der Hypnose probiert? D.h. lassen sich wirklich ablehnende Skeptiker tatsächlich umstimmen oder trifft ein seriositäts- und sicherheitsbetontes Marketing nicht ohnehin vor allem die, deren Zweifel nur gering waren und die tendenziell schon Interesse an der Hypnose hatten (schließlich beschäftigen diese Klienten sich ja auch mit Ihrer Werbung, lesen Ihren Flyer oder rufen bei Ihnen an).

  • Wie viel Prozent Ihrer Klienten haben wirklich Angst vor der Hypnose? Streichen Sie einmal alle aus der Liste, die in die Kategorie "leichte Bedenken" oder "zur Sicherheit nochmal nachgefragt fallen" und betrachten Sie den Rest. Kann es sein, dass Sie einen großen Aufklärungsaufwand für eine sehr kleine Gruppe betreiben und die Mehrheit auch ohne zehnfache Betonung, dass man ihnen nichts böses tut zu Ihnen in Behandlung gekommen wäre, weil sie vielleicht einfach davon ausgeht, dass ein Therapeut seriös ist oder schon von Ihrem Aussehen, dem Design Ihrer Website oder den Texten Ihrer Flyer darauf schließt, dass Sie kein Scharlatan sind, auch wenn Sie nicht deutlich darauf hinweisen?

Aus psychologischer Sicht handelt es sich bei dem Wunsch eines Therapeuten, Seriosität auszustrahlen oft weniger um eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, sondern mehr um eine Angst seinerseits. Er hat Angst, im Falschen Licht zu stehen. Er hat Angst, dass Klienten sich nicht für ihn, sondern für einen anderen Therapeuten entscheiden könnten, weil dieser seriöser wirkt...

Die betriebswirtschaftliche Aufgabe eines Therapeuten ist aber eigentlich weniger, ablehnende Klienten zu missionieren als interessierten Klienten ein attraktives Behandlungsangebot zu unterbreiten, von dem sie sich angesprochen fühlen.

Es ist sicherlich kein Fehler, die Klienten wissen zu lassen, dass man seriös arbeitet und über eine fundierte Ausbildung verfügt.
Dennoch sollte man auch überlegen, was motiviert die Klienten den überhaupt dazu, sich mit Hypnose zu beschäftigen.

Wer interessiert sich überhaupt für Hypnose?

Klienten beschäftigen sich mit einer Therapiemethode in der Regel nur dann, wenn sie ein bestimmtes Problem haben, das sie mit Hilfe therapeutischer Unterstützung / Beratung / Coaching lösen möchten und ihnen keine anderen Methoden zur Verfügung stehen, denen sie eine für sie akzeptable Kompetenz unterstellen bzw. die ihnen ihres Erachtens keine Lösung in einem für sie zeitlich oder preislich akzeptablen Rahmen bieten.

Betreiben wir also ein bißchen "Profiling" und erstellen wir ein "Täterprofil" für Klienten, die sich für eine Hypnosebehandlung interessieren könnten:

  • Es handelt sich um Menschen, die irgendein zu behandelndes Thema haben, dass sie allein oder in ihrem privaten Umfeld nicht oder nicht ausreichend lösen können (sonst würden sie über keine Behandlung nachdenken)

  • Ihnen steht keine andere / leichtere / günstigere Alternative zur Verfügung (sonst würden sie ebenfalls nicht über eine Behandlung nachdenken)

  • Wenn eine Alternative zur Verfügung steht, dann ist diese nicht so überzeugend, dass sie sich bereits sicher dafür entschieden haben (sonst wären sie ebenfalls nicht für Informationen über eine andere Behandlungsform offen)

  • Es gab schon einmal einen Impuls (ein Medienbericht, Zeitungsartikel, eine Erzählung von jemand anderem o.ä.), der sie mit Hypnose in Verbindung brachte und von dem sie erfahren haben, was Hypnose ist bzw. dass es Hypnose gibt und dass die Hypnose über bestimmte problemlösende Eigenschaften verfügt (sonst würden sie sich nicht über Hypnose informieren) und es ist davon auszugehen, dass sie wenigstens tendenziell dazu neigen, diesen problemlösenden Eigenschaften Glauben zu schenken (wären sie vom Gegenteil überzeugt, würden sie die Hypnose schon von vorn herein komplett ablehnen und wären für keine weiteren Informationen offen)

  • Es gibt keine definitiven Gründe (z.B. Religion, unumstößliche Vorurteile), die ihnen den Kontakt zur Hypnose verbieten (sonst würden sie sich ebenfalls nicht näher mit Hypnose beschäftigen und im Zweifel sofort beim Aufkommen des Themas Hypnose die Information stoppen)

  • Es kann sein, dass die Intensität ihres Problems so groß ist, dass sie die Hypnose in Erwägung ziehen obwohl sie vor Auftreten ihres Problems ausgeschlossen hätten, sich jemals in eine Hypnose-Behandlung zu begeben

  • Evtl. ist Neugier und eine gewisse Affinität zum Thema vorhanden

  • Evtl. sind ähnlich gelagerte Vorkenntnisse (z.B. aus betrieblichen Fortbildungen) vorhanden, in denen der Klient schon einmal über die Macht des Unterbewusstseins erfahren hat

Bei genauerer Betrachtung dieser Eigenschaften wird erkennbar, dass es sich bei Menschen, die sich mit einer Werbung für Hypnose, einem Flyer, einer Website oder anderen Informationsquellen auseinandersetzen und ggf. in einer Praxis anrufen, um sich über nähere Details zu informieren eigentlich fast nur um Menschen handeln kann, bei denen die Option, die Hypnose als funktionierend und hilfreich zu akzeptieren wenigstens teilweise schon vorhanden ist.

Menschen, die die Hypnose grundsätzlich ablehnen würden den Flyer nicht lesen, die Website nicht näher betrachten und sich schon gar nicht telefonisch melden, um sich vom Therapeuten von etwas überzeugen zu lassen, das sie für sich kategorisch ausschließen - Das wäre als würde man unaufgefordert einen Termin beim Zahnarzt vereinbaren, um sich von ihm davon überzeugen zu lassen, dass er einem einen Zahn zieht obwohl man keine Probleme mit den Zähnen hat, selbst sicher ist, dass die Zähne gesund sein und man der festen Überzeugung ist, es würde einem nicht ansatzweise etwas nutzen, wenn der Zahn raus wäre...

Wie sinnvoll ist also der Versuch, sein Marketing verstärkt auf Menschen auszurichten, die die Hypnose ohnehin ablehnen? Wird es diese Menschen interessieren, wenn der Hypnotiseur / Hypnosetherapeut schreibt "Ich bin aber seriös!"? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, diese Menschen wirklich zu überzeugen?

Vielleicht bekommen sie einen Impuls. Vielleicht lesen sie einen Zeitungsartikel oder hören von den positiven Erfahrungen eines Freundes mit der Hypnose, aber durch diesen Impuls wandelt sich auch ihr Status und sie verwandeln sich von grundsätzlichen Ablehnern zu potenziellen Interessenten. Und in dem Moment ist schon wieder weit weniger Überzeugungskraft notwendig, um ihnen die Vorteile einer Hypnosebehandlung zu vermitteln und eine übermäßige Aufklärung ist gar nicht mehr so sehr nötig.

Klassische Erwartungshaltungen zur Hypnose

Gehen Sie einmal auf die Straße und fragen Sie 100 Menschen, die noch nie hypnotisiert wurden und sich noch nie intensiver mit der modernen Hypnosetherapie beschäftigt haben, wie sie sich einen Besuch bei einem guten (es geht nicht um die Frage, welche Bedenken die Befragten haben können, sondern um ihre grundsätzliche Vorstellungen) Hypnotiseur / Hypnosetherapeuten vorstellen, was sie von der Hypnose erwarten und was sie glauben, was ihr Behandler können sollte bzw. wie er insgesamt wirken sollte.

Viele Hypnotiseure und Hypnosetherapeuten könnten vermutlich die Ergebnisse dieser Umfrage schon niederschreiben ohne überhaupt gefragt zu haben... :-)

Vermutlich kämen Antworten wie:

  • Der Hypnotiseur versetzt mich in Hypnose, sagt mir dann was passieren soll und wenn ich wieder aufwache ist das eingetreten

  • Hypnose ist sehr mächtig, im Zweifel mächtiger als mein eigener Wille

  • Der Hypnotiseur verfügt über besondere Kräfte, mit denen er mein Unterbewusstsein programmieren kann

  • Den Hypnotiseur umgibt eine mystische Aura, an der man schon erkennt, dass er eine besondere Macht hat

  • Ein Hypnotiseur ist anders als andere Therapeuten

  • Ein Hypnotiseur strahlt eine gewisse Autorität aus

  • Eine Hypnosebehandlung ist etwas vollkommen anderes als der Besuch bei einem "klassischen" Psychotherapeuten

  • Hypnose fühlt sich "magisch" an, ist ein außergewöhnliches Gefühl, das man so aus dem Alltag nicht kennt

Diese Antworten sind nicht etwa frei erfunden, sondern stammen aus vielen Befragungen und Klientengesprächen, die TherMedius im Laufe der Jahre geführt hat.

Fast jeder Hypnotiseur / Hypnosetherapeut ist mit diesen Einschätzungen von Laienseite vertraut, denn sie begegnen ihm in seiner Arbeit immer wieder.

Wir sollten uns klar machen: Dies ist die Meinung des Durchschnittsbürgers, der sich mit den Hintergründen der Hypnose noch nicht intensiver befasst hat, der sein Wissen über die Hypnose vorwiegend aus dem Fernsehen oder aus Erzählungen aufgebaut hat und es ist letztenendes die Meinung eines großen Teils der potenziellen Klienten, die sich für eine Hypnosebehandlung interessieren könnten.

Sachkundige Hypnotiseure wissen natürlich, dass diese Erwartungen in der Realität nicht immer vorbehaltlos erfüllt werden können. Aber grundsätzlich sind die Klienten, die diese Meinungen haben nicht unbedingt ablehnend gegenüber der Hypnose eingestellt.

Hier kommt nun der potenzielle Zündstoff zum Vorschein, den ein allzu seriositätsbetontes, aufklärungsorientiertes Marketing einer Hypnose-Praxis haben könnte.

Versetzen Sie sich in die Lage eines Klienten mit o.g. Vorstellungen und überlegen Sie, wie folgende Sätze auf ihn wirken:

  • Hypnose ist ein ganz normaler Zustand, den man auch im Alltag oft erlebt

  • Hypnose kann jeder lernen, man benötigt keine besonderen Fähigkeiten

  • In Hypnose funktioniert nur das, was Sie selbst zulassen und erlauben

  • Hypnosetherapie basiert hauptsächlich auf Gesprächen in leichter Trance

Was denkt der Laie bei solchen Sätzen?

Hab ich mich in der Hypnose getäuscht?
Ist sie garnicht so mächtig, wie ich dachte?
Macht dieser Therapeut vielleicht gar keine "richtige" Hypnose?
Kann die Hypnose mir vielleicht gar nicht weiterhelfen, denn ein Teil in mir will ja die Lösung des Problems, ein anderer aber nicht und wenn nur geht, was ich zulasse, dann funktioniert das alles ja nicht?

Wir stehen als Hypnotiseure also vor dem Problem, dass wir mit einer Außendarstellung und einer Beschreibung des Wesens der therapeutischen Hypnose so wie wir sie einem Kollegen gegenüber beschreiben würden im Zweifel sogar einen Teil unserer potenziellen Klientel verschrecken könnten!

Natürlich macht es wenig Sinn, Klienten in ihren teilweise stark überzogenen Erwartungen, die sich in der Praxis nicht ohne weiteres immer erfüllen lassen zu bestärken und sie dann in der Behandlung zu enttäuschen (so ein Verhalten könnte als unseriöse Geschäftemacherei oder Vortäuschung falscher Tatsachen interpretiert werden und wäre für eine Praxis sicherlich auch nicht förderlich).

Sinnvoll wäre es aber, einen soliden Mittelweg anzustreben.

Fassen wir noch einmal kurz zusammen:

  • Ein Teil der potenziellen Klienten lehnt die Hypnose grundsätzlich ab oder hat so starke Angst davor, dass er nur mit großer Mühe zu überzeugen wäre

  • Ein anderer Teil der Klientel sieht in der Hypnose eine Art mystische / magische Macht, in Extremfällen sogar so sehr, dass die Erwartungen einfach nicht erfüllbar wären

Aus dieser Betrachtung ergibt sich wieder etwas, dem man in der Hypnose, in der Psychotherapie, aber auch in sehr vielen anderen Bereichen des Lebens immer wieder begegnet: Eine Gauß sche Normalverteilung.

Am einen Ende steht eine besonders ablehnende, ängstliche Gruppe von Interessenten, am anderen Ende eine Gruppe mit massiv überzogenen Erwartungshaltungen.

Und in der Mitte?

In der Mitte befinden sich die potenziellen Interessenten, die weder übermäßige Ängste oder Ablehnung verspüren und andererseits auch keine übermäßigen, nicht erfüllbaren Wunder-Erwartungen stellen.

Ein bißchen was von beidem kann vorhanden sein, in der Regel aber nicht in einer Form, dass man deshalb übertriebene Anstrengungen im Marketing einplanen müsste.

Damit stellt sich auch wieder die Frage, lohnt es sich, das Markteting einer Hypnose-Praxis ganz auf das eine Ende der Gauß schen Normalverteilung abzustimmen und im Zweifel damit eine kleine Interessentengruppe anzusprechen, die ohnehin nur schwer ansprechbar ist und dabei eine weit größere Interessentengruppe durch übermäßige Vorsicht eher abzustoßen?

Schneidet man sich mit dieser Strategie tatsächlich das richtige Stück vom Kuchen ab? Sind die Klienten, die man auf diesem Wege gewinnt wirklich die Klienten in der Praxis haben möchte oder zieht man damit nicht auch Klienten mit übermäßigen Erwartungshaltungen in einer anderen Hinsicht. nämlich in Bezug auf Sanftheit und Konfrontationslosigkeit an bzw. sind diese ablehnend / ängstlichen Klienten nicht auch ansich schon schwierigere Klienten als ein Klient aus der "Mitte".

Das TherMedius -Institut ist bekannt dafür, sehr praxisbezogene Ausbildungen zu bieten, in denen auch der betriebswirtschaftliche Teil entsprechend berücksichtigt wird und das Thema hypnosespezifisches Marketing sich im Grunde kontinuierlich wie ein roter Faden durch die gelehrten Techniken und Anwendungen zieht. TherMedius -Absolventen haben vermutlich also bereits eine recht greifbare Vorstellung, wie die goldene Mitte, durch die man eine höchstmögliche Zahl an Klienten und vor allem auch die richtigen Klienten anspricht aussehen könnte, dennoch möchten wir uns noch einmal mit einer Skizze beschäftigen, wie das Marketing und die Außendarstellung einer Hypnosepraxis aussehen könnte, sodass der Therapeut a) seriös bleibt und seine Aussagen vertreten kann, b) eine höchstmögliche Anzahl von Klienten angesprochen werden kann und c) die "richtigen Klienten angesprochen werden

Wie könnte eine gesunde Mischung aussehen?

Wie schon anfangs erwähnt: Es gibt keine Musterlösung.

Es ist aber sicherlich hilfreich, im Marketing folgenden Punkte zu beachten:

  • Weisen Sie darauf hin, dass die Hypnose ein seriöses, therapeutisch anerkanntes Verfahren ist, übertreiben sie es aber nicht mit solchen Hinweisen, da zu viele Hinweise in dieser Hinsicht im Klienten schon wieder den Verdacht erregen könnten, dass es vielleicht doch nicht so ist und Sie es ihm nur "einreden" möchten

  • Verzichten Sie auf Negativ-Szenarien wie "Wenn ein Klient in Trance etwas schlimmes sieht...". Auch wenn diese Negativ-Szenarien dazu gedacht sind, dem Klienten die Angst zu nehmen, indem anschließend erklärt wird, wie schnell der Therapeut eine solche Situation wieder auflösen kann - übrig bleibt beim Klienten trotzdem der schale Beigeschmack, dass bei der Hypnose etwas unangenehmes geschehen könnte und dieser könnte sich ungewollt in eine Selffulfilling Prophecy verwandeln.

  • Nutzen Sie ruhig die "mystischen" Aspekte der Hypnose, die "unergründlichen Weiten des Unterbewusstseins", die "tiefgreifende Intensität der Trance", aber übertreiben Sie es auch hier nicht, wenn Sie Ihre Praxis nicht wie einen Zauberladen darstellen möchten.

  • Greifen Sie ruhig auf Zertifizierungen und Qualitätssiegel wie bspw. das TherMedius Qualitätssiegel zurück, wenn Sie über eine Hypnose-Ausbildung verfügen, die Sie berechtigt, ein solches Siegel zu verwenden. Qualitätssiegel sagen oft mehr als tausend Erklärungen darüber, wie gut man ausgebildet ist.

  • Meiden Sie zweifelhafte Qualitätssiegel, die nichts mit Ihrer direkten Tätigkeit zu tun haben oder deren Vergabestelle bei genauerer Recherche durch den Klienten (und mit dieser ist zu rechnen) als zu schwach oder beliebig erwerbbar erkannt werden. "Falsche Federn" oder zweifelhafte Titel kommen bei den Klienten oft nicht gut an und wirken eher abschreckend als einladend.

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