Asthma

Hypnose / Hypnotherapie bei Asthma

Bei Asthma werden Hypnose und Hypnosetherapie seit vielen Jahren erfolgreich angewandt.

Es bieten sich hierbei verschiedene hypnotherapeutische Herangehensweisen an.

Man entspannt bspw. gezielt die Bronchien und die gesamten Atemwege, um einen störungsfreien Atemfluss zu gewährleisten und Anfälle zu vermindern oder ganz abzustellen.
Reagiert das Athma auf psychischen Stress, kann dieser gezielt bearbeitet werden oder der gesamte Körper kann durch tiefe Regenerationstrancen (Deep State) entspannt und "entstresst" werden, was bei vielen Asthmatikern zu einer Symptomlinderung führt.

Bei bestimmten Formen von stress- oder anspannungsbedingtem Asthma sowie psychosomatisch bedingtem Asthma ließen sich mittels Hypnose vollständige Heilungen / Remissionen erzielen.

Genetisch bedingtes Asthma lässt sich schon aus medizinischer Logik (die Störung ist im Grundprogramm des Körpers hinterlegt) i.d.R. zwar nicht vollständig heilen, aber durch Hypnose immerhin oft erkennbar lindern (in günstigen Fällen bis hin zur Symptomfreiheit).

Wenn der maximale Grad der Linderung erreicht ist, kann der Klient ihn mit Hilfe von Selbsthypnose erhalten und seine Atmung mit ein wenig Übung selbst bei Bedarf regulieren.

Die Hypnose wird in der Asthma-Behandlung zunehmend bekannter und populärer. Viele Asthma-Patienten wünschen sich eine medikamentenfreie Behandlungsalternative - unter anderem auch weil Medikamente häufig unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen, denen sich viele Patienten nicht dauerhaft aussetzen möchten.

Für Therapeuten, die die Hypnose zur Behandlung von Asthma in ihr Praxisangebot aufnehmen ergibt sich somit ein interessantes Arbeitsgebiet mit steigender Nachfrage.

Asthma und psychische Symptome

Neuere Forschungen weisen darauf hin, dass Asthma als Autoimmunerkrankung ihre Ursachen im Nervensystem hat und teilweise auch mit Gehirnarealfunktionsstörungen wie ADS / ADHS aber auch Ängste, Depressionen, Nervosität, Schmerzen, Sensibilitäten, Bluthochdruck oder eine ganze Reihe weiterer Symptome in Zusammenhang steht. Häufig ist auch eine leichte Neigung zu Zwangsstörungen vorhanden.

ADS / ADHS - artige Störungen müssen bspw. nicht immer auf der psychischen Ebene zum Ausdruck kommen. Bei manchen Patienten wirken sie sich vorwiegend körperlich aus, wobei die psychischen Symptome minimal sind oder ganz in den Hintergrund treten, weshalb diese Patienten in der Regel auch keinen Anlass dazu haben, sich in eine klassische Psychotherapie zu begeben.

Bei Asthma-Patienten finden sich neben der asthmatischen Erkrankung häufig auch weitere (psychische) Symptome, die oft nicht in Zusammenhang gebracht werden, aufgrund ihrer Häufigkeit aber für einen mögliche gemeinsame Ursache sprechen.

Mit der Hypnose spricht der Therapeut gezielt den Herd (das Asthma) an und löst dabei teilweise als "Nebenwirkung" Symptome auf, die der Patient im Vorfeld gar nicht unbedingt als mit dem Asthma in Zusammenhang stehend erkannt hat. Sind bestimmte Symptome auffällig (also bspw. Asthma plus eine ausgeprägte Zwangsstörung), kann auch gezielt kombiniert behandelt werden.

Es muss an dieser Stelle aber betont werden, dass dies alles Kann- und keine Muss-Symptome sind und somit nicht bei jedem Asthma-Patienten auftreten.

Hypnotische Vorgehensweisen bei Asthma

Zur Behandlung von Asthma mittels Hypnotherapie gibt es eine Reihe verschiedener Ansätze.

Welche Variante beim einzelnen Klienten am besten anschlägt, ist von mehreren Faktoren abhängig (Ursachen des Asthmas, Suggestibilität) und muss teilweise ausprobiert werden.
Auch hier gilt für Therapeuten wie bei vielen anderen hypnotischen Anwendungen: Finden Sie heraus, worauf der Klient am besten anspricht und konzentrieren Sie sich dann auf diesen Ansatz.

Folgende Herangehensweisen bieten sich an:

  • Eine Hypnose-Behandlung / Hypnotherapie ist immer ein sehr individuelle Zusammenarbeit zwischen Hypnotiseur und Klient, die neben der konkreten "hypnotischen Arbeit" noch eine ganze Reihe anderer Aspekte wie Vorgespräch, Kommunikation, Rapport, Sprache, Einbezug von Ressourcen etc. beinhaltet. Die folgenden Behandlungsvorschläge sollten also immer im Gesamtkontext gesehen und, wenn Sie für die Behandlung eines konkreten Klienten geeignet erscheinen stimmig in die Behandlung eingebunden werden.

  • Suggestive Entspannung der Bronchien und Atemübungen in Trance gehören sicherlich zu den ersten Anwendungen, die man bei Asthmatikern durchführen und auf Eignung testen sollte. Oft können Patienten in Trance (z.B. im Rahmen einer Fraktionierung oder allgemein im Verlauf der Sitzung) deutlich besser und entspannter atmen

  • Tiefe Regenerationstrancen ("Deep State" / hypnotische Tiefenentspannung) haben sich bei der Behandlung von Asthma häufig sehr gut bewährt. Sie helfen dabei, das Nervensystem zu beruhigen und "entstressen" den Körper und die Psyche. Bei einem Teil der Asthma-Patienten wirken hypnotische Tiefenentspannungs-Sitzungen wie ein "Medikament" - mit TE-Sitzungen in Regelmäßigen Abständen (anfangs 1-2 mal wöchentlich, mit der Zeit größere Abstände bis zu dem Punkt an dem man den idealen Erhaltungsabstand gefunden hat) kann bei Patienten, die gut auf die TE ansprechen eine starke Linderung bis hin zur Symptomfreiheit erreicht werden. Der Idealabstand zwischen 2 Tiefenentspannungs-Sitzungen ist hierbei von Patient zu Patient unterschiedlich (bei manchen ist eine Behandlung pro Woche erforderlich, bei anderen genügt eine Behandlung pro Monat oder auch nur bei Bedarf). Es ist deshalb wichtig, den Patienten von Beginn an gut aufzuklären und zu informieren, damit keine Missverständnisse oder falschen Vorstellungen aufkommen ("Ich habe im Internet gelesen, man braucht da nur eine Hypnose und dann ist das Asthma für immer weg" oder "Ich habe da von einem Mann gelesen, der geht einmal pro Halbjahr zum Hypnotiseur und ist seitdem Asthma frei" - das ist in Einzelfällen sicherlich alles gut möglich, aber kein "Standard-Wert", an dem man sich pauschal orientieren sollte).

  • Hypnoanalyse (mit ursachenorientierter Regression) diese Vorgehensweise setzt voraus, dass es für die Migräne einen in Trance bewusst oder unbewusst erinnerbaren "Auslöser" gibt über dessen Bearbeitung sich ein Problem lösen lässt oder dass die Störung anhand eines Symboldramas (falls das Unterbewusstsein einen symbolischen Auslöser kreiert) behandelbar ist. Bei der Asthma lässt sich nur gelegentlich ein solcher (glaubwürdiger) Auslöser finden, der tatsächlich das Potenzial hat, nachhaltig eine Linderung oder gar Heilung zu bewirken. Die Hypnoanalyse ist eher dazu geeignet, Trigger (z.B. emotionale Belastungen, Altlasten oder Reizthemen, die psychischen und/oder physischen Stress verursachen und damit Asthma-Attacken oder Symptome auslösen oder verstärken) zu "entschärfen". Gelingt das, kann tatsächlich eine maßgebliche Besserung eintreten (wobei das Asthma selbst dann im eigentlichen Sinne nicht "behandelt" wurde, sondern vor allem ein Auslöser, der sie hervorruft), ist das Asthma aber rein "technisch" verursacht (genetisch, allergisch, infektbedingt), ist es zumeist sehr schwierig, hypnoanalytisch etwas zu erreichen. Hier ist die Tiefenentspannung oft Erfolgsversprechender. Im Rahmen eines Symboldramas ("erinnert" wird dann eine scheinbare, aber nicht tatsächliche Auslöser-Situation, die dann stellvertretend bearbeitet wird und unbewusst auf die eigentlichen Asthma-Ursachen einwirkt) ist im Zweifel aber dennoch durchaus ein Behandlungserfolg denkbar. Es kann sich also lohnen, einen solchen Ansatz (Regression / Bearbeitung echter Erinnerungen oder symbolischer Erinnerungen) einmal zu testen - allerdings sollte man bei ausbleibendem Erfolg nicht zu verbissen daran "herumprobieren", sondern ggf. annehmen, dass das Asthma keine bzw. keine erreichbaren psychischen Ursachen hat und stattdessen nach wirkungsintensiveren Behandlungsstrategien suchen.

  • "Selbstorganisatorische Hypnose"("Blockadenlösung", Anwendungen bei denen dem Unterbewusstsein Raum gegeben wird, eigene Lösungen zu finden; z.B. auch im Rahmen von auf das Thema abgestimmten Phantasiereisen) kann bei der hypnotherapeutischen Behandlung von Asthma eingesetzt werden. Die individuelle Wirkung kann sehr unterschiedlich sein, da die Ausgangssituation und die Symptome von Asthmatikern teilweise unterschiedlich sind. Auch hier ist hauptsächlich eine Auflösung von "Triggern" zu erwarten, die die Asthma-Attacken provozieren und / oder verstärken. Teilweise konnten selbstorganisatorische Anwendungen aber schon als klarer Wegbereiter für eine deutliche Linderung der Symptome erkannt werden, daher ist es in jedem Fall sinnvoll, sie in den Behandlungsprozess zu integrieren (gerade die "Blockadenlösung" ist ja ein recht handliches Tool, das viele Kollegen schon bei der Erstbehandlung einsetzen).

  • Positive Visualisierungen (bspw. sich selbst entspannt atmend zu sehen; die Vorstellung eines angenehmen Spaziergangs, bei dem die Atmung immer frei bleibt; die Vorstellung einer angenehm kühlen oder warmen, heilsamen Energie, die die Bronchien durchflutet und beruhigt) können sehr gut bei der Zieldefinition helfen und die Motivation des Klienten stärken.

  • Direkte Suggestionen (zur "Programmierung" des Unterbewusstseins) wie "Dein Unterbewusstsein wird Deine Bronchien überwachen und entspannt halten", "Du wirst von Woche zu Woche freier und entspannter atmen", "Immer wenn Du in Stress gerätst, entspannt Dein Unterbewusstsein Deine Bronchien ganz besonders und lässt Dich bemerken, dass es wichtig ist, Dir Deine Ruhe zu gönnen" o.ä. sind sehr gut ergänzend einsetzbar und werden von Klienten oft sehr positiv aufgenommen, da viele Menschen sich die Hypnose genau so vorstellen und sich wünschen, dass der Hypnotiseur etwas "programmiert". Viele Klienten können auch Behandlungserfolge, die bspw. durch die Wirkung der hypnotischen Tiefenentspannung oder durch das Auflösen einer Schlüsselsituation im Rahmen der Hypnoanalyse erreicht wurden deutlich besser annehmen, wenn der Hypnotiseur ihnen noch etwas "einprogrammiert". Dieser Ritual der hypnotischen Suggestion, diese Durchführung eines ein Stück weit auch klischeehaften Prozesses gibt Ihnen das Gefühl, dass die Hypnose "jetzt vollständig" ist (schon allein deshalb ist es übrigens Sinnvoll, am Ende einer Hypnose-Sitzung die Inhalte noch einmal kurz zusammenzufassen und die Ergebnisse und Ziele als "Suggestion an das Unterbewusstsein" zu wiederholen, auch wenn es aus hypnoanalytischer Sicht nicht zwingend notwendig wäre).

  • Hypnotische Desensibilisierung belastender Emotionen, die auch in der Behandlung von Ängsten eingesetzt wird evtl. mit begleitendem EMDR kann auch bei Asthma-Patienten eingesetzt werden. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Anwendung keinen Asthma-Anfall auslöst. Desensibilisierungstechniken können emotional nämlich recht belastend sein und gerade bei Asthmatikern kann dies Attacken auslösen, was im Rahmen der Behandlung natürlich möglichst vermieden werden sollte. Tritt eine Asthma-Attacke während einer Behandlung ein, sollte a) bei Bedarf selbstverständlich umgehend das entsprechende Medikament gegeben, b) ganz auf entspannenden Suggestionen übergegangen oder c) alle weiteren nötigen Maßnahmen unternommen werden, um den Anfall zu beenden. Bei besonders starken Attacken, die Notfall-Niveau erreichen wäre selbstverständlich auch immer an einen Notruf zu denken.

  • Eine weitestgehend sprachbasierte Wachtrance-Arbeit (bspw. in Form von Gesprächen mit Erickson schen Sprachmustern) hat sich bei der Behandlung von Asthma bislang vor allem bewährt, wenn es um Einsicht und Neubewertung bestimmter Sachverhalte oder um die Einstellung zum Leben mit der Krankheit ansich ging. Teilweise kann in einem intensiven hypnotischen Gespräch aber auch der Grundstein für eine symptomlindernde Verhaltensänderung gelegt werden (z.B. eine bessere Meidung von Stress und Triggern).

  • Die Aktiv-Wach-Hypnose (Hypnose unter kontinuierlicher Belastung bspw. auf einem Ergometer) stellt vor allem bei Asthmatikern, bei denen Anstrengung zu Atemproblemen führt eine ganz spezielle Option dar: Hier können körperliche Aktivität und Trance zusammengebracht werden und es kann direkt unter Belastung trainiert werden, wie das Unterbewusstsein die Atmung steuert. Hypnotherapeuten, die die Aktiv-Wach-Hypnose einsetzen sollten bei der Behandlung von Asthmatikern mit Atemproblemen unter Belastung testen ob und in welchem Umfang diese Herangehensweise eine Wirkung auf den Patienten hat, die umfassender genutzt werden kann.

  • Selbsthypnose kann bei der Behandlung von Asthma auf verschiedene Weise eingesetzt werden. Bewährt hat sich schon oft eine Entspannungs-Selbsthypnose, die der Kliente präventiv üben und dann gezielt beim Auftreten erster Anzeichen eines Asthma-Anfalls einsetzen kann, um diesen zu lindern oder ganz abzuwehren. Auch Visualisierungen (eine kühle, blaue Energie, die den Kopf erfüllt oder entspannte Gefäße, durch die das Blut leicht und geschmeidig fließen kann) helfen manchen Patienten. Spricht ein Patient gut auf die hypnotische Farbtherapie an, kann selbstverständlich auch die entsprechende Farbe intensiv imaginiert werden. Ebenfalls eingesetzt werden können natürlich zielführende Autosuggestionen wie "Mein Kopf bleibt vollkommen frei und entspannt", "Mein Kopf ist kühl" oder "Ich fühle mich vollkommen wohl".

  • Ein Einsatz von Hypnose-CDsbzw. anderer entsprechender Audioformate hat sich bei der hypnotischen Asthma-Behandlung ebenfalls bewährt. Hier kommen vor allem Entspannungs-Sitzungen zur Anwendung, die dem Klienten helfen sein Nervensystem zu beruhigen und mit denen er trainiern kann, schneller von einem erregten Zustand in einen sehr entspannten Zustand zu gelangen. Ergänzt werden diese von Suggestionen für einen ruhig fließenden Atem. Dieses Training kann die Therapie sehr unterstützen und kann bspw. auch die Wirksamkeit der Selbsthypnose intensivieren (da es die "technisch Basis" schafft, auf der die Autosuggestionen dann wirken können).

  • Gruppen-Hypnose wird bei der Asthma-Therapie eher selten eingesetzt, kann aber durchaus hilfreich sein. Denkbar sind Gruppen-Entspannungssitzungen oder allgemeine "Heiltrancen" (selbstorganisatorische Ansätze), an denen Asthma-Patienten teilnehmen können und in denen jeder etwas passendes für sich findet. Suggestionen für eine frei, gleichmäßige Atmung müssen dann aber natürlich entsprechend offen formuliert werden und es kann nicht allzu individuell auf Symptome der einzelnen Teilnehmer eingegangen werden.

  • Ideomotorische Anwendungen (Kommunikation mit dem Unterbewusstsein mit Hilfe von Ja / Nein-Signalen über die Finger), hypnosystemische Anwendungen (z.B. direkte Kommunikation mit dem Problem oder die Arbeit mit Boden-Ankern) können ebenfalls eingesetzt werden. Hiermit kann versucht werden, das Asthma über "virtuelle Schalter" zu regulieren oder mit ihm in Verhandlung zu treten und sie nach möglichen Verhaltensänderungen zu befragen aufgrund derer es bereit ist, seine Aktivität einzustellen oder zu vermindern. Diese Vorgehensweisen sind aber immer ein Stück weit experimentell und sollten nicht überstrapaziert werden. Wenn sie nicht ansprechen, sollte auch nicht zu lang auf ihnen "herumgeritten" werden, denn desöteren lässt sich nur wenig bis keine Wirkung auf diesem Weg erzielen - und diese lässt sich dann auch nicht "erzwingen".

  • Die hypnotische Farbtherapie kann auch bei Asthma-Patienten auf Eignung überprüft werden. Bei ihr werden in Hypnose Farben visualisiert und es wird eine oder mehrere "Heilfarben" herausgearbeitet, die dem Patienten Linderung verschaffen können. Diese Farben können dann anschließend für intensive Trance-Sitzungen und für die Selbsthypnose genutzt werden. Auch wenn dieser Ansatz im ersten Moment exotisch wirken mag, ist seine Wirkweise doch ein Stück weit erklärbar: Die Bereiche im Gehirn, in denen die Farbwahrnehmung stattfindet sind in Trance sehr aktiv (erkennbar über EEG) und haben anscheinend einen relativ großen Einfluss auf verschiedene Schlüsselareale wie bspw. die Amygdala bzw. das limbische System. Hypnotische Farbvisualisierungen können also eine Art "Schlüssel zur bestimmten Gehirnaktivitäten" darstellen, der gezielt getestet und eingesetzt werden kann. Reagieren die Bronchien auf eine bestimmte Farbe, könnte diese der Schlüssel für ein zukünftiges Behandlungstool sein.

  • Selbstverständlich sind auch weitere hypnotische Herangehensweisen und Strategien denkbar (die Hypnose bietet ein sehr großes Spektrum an Techniken und Optionen) diese sind zumeist aber vor allem Abwandlungen der o.g. oder eine Kombination dieser mit anderen Techniken und Therapiemethoden dar.

  • Die Liste der möglichen mit der Hypnose kombinierbaren Therapien und Anwendungen bei der Behandlung von Asthma ist lang sehr gut bewährt haben sich verschiedene Atemübungen, die Akupunktur, das Training mit speziellen Atemtherapiegeräten, aber auch die Osteopathie, die Homöopathie, die Phytotherapie und einige Behandlungsmethoden mehr haben Anwendungen zur Behandlung von Asthma zu bieten. In vielen Fällen werden Medikamente eingenommen, deren Einnahme ebenfalls mit der Hypnotherapie koordiniert werden kann (es kann z.B. eine niedrigere Dosis oder eine geringere Häufigkeit der Einnahme angestrebt werden).

  • Generell sollte eine hypnotische Behandlung natürlich immer in ein angemessenes Setting eingebettet sein, das es erlaubt, die Behandlung zu individualisieren bzw. auf Reaktionen und Bedürfnisse des Klienten zu reagieren. Gerade bei Asthma ist es sinnvoll, den Klienten vorab deutlich aufzuklären, dass es sich hier häufig um eine kontinuierliche Therapie handelt, damit er nicht mit falschen Vorstellungen in die Praxis kommt. Laien glauben desöfteren, die Hypnose sei generell ein "One Hit Wonder", bei dem alles mit einer Behandlung gelöst wird (bzw. dass bei Nichtwirksamkeit einfach als Misserfolg im Sinne von "Ich hab auch mal Hypnose probiert" verbucht wird) und rechnen gar nicht damit, mehr als einmal kommen zu müssen - ein "einmaliger Versuch" ist bei der Asthma-Behandlung aber wenig sinnvoll, da es durchaus sein kann, dass man zuerst einige verschiedene Herangehensweisen - s.o. - ausprobieren muss, um herauszufiltern, welcher Therapieansatz für den Klienten der erfolgversprechendste und leistungsfähigste ist. Der Klient sollte daher die Bereitschaft haben, einen angemessenen Therapierahmen in Anspruch zu nehmen, ansonsten sollte überlegt werden ob er überhaupt angenommen werden kann. Der Therapeut sollte bei jeglicher Therapie auch immer auf medizinische und psychotherapeutische Aspekte außerhalb des Themas geachtet werden. Möglicherweise hat bspw. eine belastende Lebenssituation, eine emotionale Krise oder eine vollkommen andere Erkrankung Einfluss auf das zu behandelnde Thema. Dann sollten auch diese selbstverständlich angemessen beachtet und behandelt werden.

Asthma in der Hypnose-Ausbildung

Schon in Modul 1 der Hypnose-Ausbildung von TherMedius erlernen Sie techniken, die zur Behandlung von Asthma eingesetzt werden können. Dies sind hauptsächlich Entspannungstechniken, die relativ einfach in der Anwendung sind, aber eine starke Wirkung entfalten können.

Ebenfalls interessant für die Behandlung von Asthma mit Hypnose sind die Tieftrancetechniken, die Sie in der Fortbildung Schmerztherapie mit Hypnose erlernen. In der fünftägigen Kompaktfortbildung Medizinische Hypnose, in der das Modul Schmerztherapie enthalten ist erlernen Sie zudem interessante diagnostische Vorgehensweisen, die Ihnen dabei helfen, einzelne (nicht-asthmatische) Symptome von Asthmapatienten einzelnen Störungen zuzuordnen und die Behandlung besonders punktgenau zu gestalten.

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